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Anzahlungsrechnung als Handwerker richtig erstellen: Vorlage & Tipps

Anzahlungsrechnung als Handwerker korrekt erstellen – was reinmuss, wie du sie mit der Schlussrechnung verknüpfst und welche Fehler du vermeiden solltest.

05. Juni 20265 Minuten Lesezeit

Du hast einen größeren Auftrag an Land gezogen – Küchenmontage, Badumbau, Dachausbau. Material muss vorbestellt, Zeit eingeplant werden. Und dann wartest du am Ende auf dein Geld. Klingt bekannt? Eine Anzahlung Rechnung schützt dich davor: Du stellst dem Kunden vorab eine Rechnung über einen Teil des vereinbarten Betrags – und kannst loslegen, ohne dein eigenes Geld vorzustrecken.

Was viele nicht wissen: Eine Anzahlungsrechnung ist keine Sonderform, die nur Großbetriebe nutzen dürfen. Jeder Handwerker kann sie ausstellen – und sollte es bei Aufträgen über ein paar hundert Euro auch ernsthaft in Betracht ziehen.

Was ist eine Anzahlungsrechnung überhaupt?

Eine Anzahlungsrechnung ist eine Rechnung, die du vor Abschluss der eigentlichen Leistung stellst. Du forderst damit einen Teil des Gesamtbetrags an – meistens 30 bis 50 Prozent. Das sichert dich ab und zeigt dem Kunden gleichzeitig, dass der Auftrag verbindlich ist.

Wichtig: Die Anzahlungsrechnung ist keine Schlussrechnung. Sie wird am Ende mit der Schlussrechnung verrechnet. Der Kunde zahlt also nicht doppelt – er zahlt nur früher.

Typische Aufteilung in der Praxis:

  • 30–50 % bei Auftragserteilung als Anzahlung
  • 50–70 % nach Fertigstellung als Schlussrechnung

Was muss auf einer Anzahlungsrechnung draufstehen?

Rechtlich gilt eine Anzahlungsrechnung als vollwertige Rechnung. Das heißt: Alle Pflichtangaben nach § 14 UStG müssen enthalten sein – genauso wie bei einer normalen Rechnung.

Das sind:

  • Vollständiger Name und Anschrift von dir und deinem Kunden
  • Steuernummer oder USt-IdNr.
  • Rechnungsdatum
  • Eindeutige Rechnungsnummer (fortlaufend)
  • Leistungsbeschreibung – was wirst du erbringen?
  • Anzahlungsbetrag – Netto, Umsatzsteuersatz und Brutto
  • Bankverbindung und Zahlungsfrist
  • Hinweis, dass es sich um eine Anzahlung handelt (z. B. "Anzahlungsrechnung für Auftrag XY")

Gerade der letzte Punkt wird oft vergessen: Mach deutlich, dass es keine Schlussrechnung ist. Schreib zum Beispiel: "Dies ist eine Anzahlungsrechnung. Der Restbetrag wird nach Fertigstellung der Arbeiten in Rechnung gestellt."

Wie verknüpfst du Anzahlung und Schlussrechnung?

Das ist der Teil, an dem die meisten Handwerker stolpern. In der Schlussrechnung musst du die bereits erhaltene Anzahlung abziehen – und zwar sowohl den Nettobetrag als auch die Umsatzsteuer separat ausweisen.

Beispiel:

| Position | Netto | USt. (19 %) | Brutto | |---|---|---|---| | Gesamtleistung Badumbau | 5.000,00 € | 950,00 € | 5.950,00 € | | Abzüglich Anzahlung vom [Datum] | – 2.000,00 € | – 380,00 € | – 2.380,00 € | | Restbetrag | 3.000,00 € | 570,00 € | 3.570,00 € |

Die Anzahlung wird in der Schlussrechnung als eigene Zeile abgezogen – mit Datum und Rechnungsnummer der Anzahlungsrechnung. So ist für den Kunden (und fürs Finanzamt) alles nachvollziehbar.

Häufige Fehler bei Anzahlungsrechnungen

Fehler 1: Anzahlung ohne Rechnungsnummer
Jede Rechnung braucht eine fortlaufende Nummer – auch die Anzahlungsrechnung. Viele vergeben einfach keine oder nehmen eine Nummer doppelt. Das macht im Zweifelsfall Ärger beim Finanzamt.

Fehler 2: Leistungsbeschreibung zu vage
"Anzahlung für Arbeiten" reicht nicht. Beschreibe kurz, für welchen Auftrag die Anzahlung gilt, und nenn ggf. die vereinbarte Auftragsnummer.

Fehler 3: Anzahlung in Schlussrechnung nicht korrekt abgezogen
Wenn du in der Schlussrechnung nur den Restbetrag ohne Erklärung nennst, sieht das für den Kunden aus wie ein falscher Betrag – und du riskierst Rückfragen oder Zahlungsverzögerungen.

Fehler 4: Keine schriftliche Grundlage
Vereinbare Anzahlungen immer schriftlich – im Angebot, in einem Auftrag oder zumindest per Textnachricht. Nur mündlich vereinbarte Anzahlungen sind schwer durchzusetzen.

So erstellst du Anzahlungsrechnungen schneller

Wer Anzahlungsrechnungen noch mit Word-Vorlagen oder Excel erstellt, verliert unnötig Zeit – und macht schneller Fehler. Mit einer App wie fertiggemacht kannst du eine Anzahlungsrechnung in unter zwei Minuten erstellen: Auftrag anlegen, Anzahlungsprozentsatz eingeben, PDF generieren, per WhatsApp oder E-Mail direkt an den Kunden senden.

Die App kümmert sich automatisch darum, dass alle Pflichtangaben drin sind. Und wenn du später die Schlussrechnung erstellst, wird die Anzahlung automatisch verrechnet – du musst nichts manuell nachrechnen.


Anzahlungsrechnungen sind kein Luxus für große Betriebe. Sie sind ein einfaches Mittel, um dein Liquiditätsrisiko zu senken und Aufträge professionell abzuwickeln. Fang noch heute damit an – und wenn du eine App suchst, die dir die Arbeit abnimmt: fertiggemacht.de ist kostenlos nutzbar und läuft auf iPhone und Android.

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