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Skonto auf der Rechnung richtig angeben: So machst du es als Handwerker

Skonto auf der Rechnung anbieten? So formulierst du es korrekt, was rechtlich zu beachten ist und wann es sich für Handwerker lohnt.

08. Juni 20266 Minuten Lesezeit

Du schreibst eine Rechnung und überlegst, ob du Skonto anbieten sollst, um schneller an dein Geld zu kommen? Gute Idee – aber nur, wenn du es richtig machst. Denn ein falsch formulierter Skonto-Hinweis sorgt nicht nur für Verwirrung beim Kunden, sondern kann dir am Ende auch bares Geld kosten. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Skonto auf der Rechnung richtig angibst, was du als Handwerker beachten musst und wann sich der Rabatt für dich überhaupt lohnt.

Was ist Skonto eigentlich – und wofür brauchst du es?

Skonto ist ein Preisnachlass, den du deinem Kunden gewährst, wenn er die Rechnung innerhalb einer bestimmten, kürzeren Frist bezahlt – meistens deutlich vor dem eigentlichen Zahlungsziel. Üblich sind 2 bis 3 Prozent Nachlass bei Zahlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen.

Der Vorteil für dich: Du bekommst dein Geld schneller, hast früher Liquidität und sparst dir im besten Fall den Aufwand für Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Der Vorteil für deinen Kunden: Er zahlt etwas weniger. Eine klassische Win-win-Situation – wenn du sie richtig kommunizierst.

Gerade als Handwerker, der oft auf den Zahlungseingang von Material- und Lohnkosten angewiesen ist, kann ein cleverer Skonto-Anreiz den Unterschied machen zwischen "Geld in 30 Tagen" und "Geld in einer Woche".

Skonto auf der Rechnung richtig angeben: So formulierst du es

Der wichtigste Punkt zuerst: Skonto muss eindeutig und unmissverständlich auf der Rechnung stehen. Es reicht nicht, mündlich zu sagen "Wenn du schnell zahlst, gibt's Rabatt" – der Skonto-Hinweis gehört schriftlich auf das Dokument, das der Kunde erhält.

Eine korrekte Angabe enthält immer:

  • Den Skonto-Satz (z. B. "2 % Skonto")
  • Die Skontofrist (z. B. "bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen")
  • Das reguläre Zahlungsziel (z. B. "30 Tage netto")

Eine typische Formulierung auf der Rechnung sieht so aus:

"Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto. Bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen gewähren wir 2 % Skonto."

Achte darauf, dass die Frist eindeutig startet – meistens ab Rechnungsdatum oder ab Zugang der Rechnung. Wenn das nicht klar ist, entstehen schnell Diskussionen darüber, ob der Kunde die Frist eingehalten hat oder nicht. Und genau solche Diskussionen wolltest du mit dem Skonto-Angebot ja eigentlich vermeiden.

Was du rechtlich beachten musst

Skonto ist grundsätzlich freiwillig – du musst es nicht anbieten, und niemand schreibt dir vor, wie hoch der Satz sein muss. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die du im Hinterkopf behalten solltest:

Mehrwertsteuer: Der Skonto-Abzug mindert auch die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Zieht dein Kunde Skonto ab, ändert sich also rein rechnerisch auch der ausgewiesene Steuerbetrag. In der Praxis arbeiten die meisten Buchhaltungen hier mit nachträglichen Korrekturen – wichtig ist nur, dass du das nicht vergisst, wenn du deine Umsatzsteuervoranmeldung machst.

Eindeutigkeit: Wenn die Skonto-Angabe schwammig formuliert ist (z. B. "Skonto bei schneller Zahlung"), kann es zum Streit kommen, ob der Kunde überhaupt Anspruch darauf hat. Im Zweifel zählt, was eindeutig auf der Rechnung steht – also lieber einmal zu genau als zu ungenau formulieren.

Konsistenz: Wenn du Skonto anbietest, solltest du es nicht von Rechnung zu Rechnung willkürlich ändern oder bei manchen Kunden gewähren und bei anderen nicht – das wirkt unprofessionell und kann bei Stammkunden für Verwirrung sorgen.

Lohnt sich Skonto für dich als Handwerker?

Das hängt stark von deiner Situation ab. Ein paar Gedanken, die dir bei der Entscheidung helfen:

Skonto kann sich lohnen, wenn …

  • du regelmäßig auf schnelle Liquidität angewiesen bist (z. B. weil du Material vorfinanzieren musst)
  • deine Kunden öfter spät zahlen und du den Anreiz zur schnellen Zahlung schaffen willst
  • du ohnehin viel Zeit mit Zahlungserinnerungen verbringst und diesen Aufwand reduzieren möchtest

Skonto lohnt sich eher nicht, wenn …

  • deine Kunden ohnehin pünktlich zahlen – dann schenkst du bares Geld her, ohne einen Vorteil zu haben
  • deine Kalkulation so knapp ist, dass 2–3 % den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust machen

Eine einfache Faustregel: Rechne durch, was dich ein verspäteter Zahlungseingang tatsächlich kostet (z. B. durch Kontoüberziehung oder Liquiditätsengpässe), und vergleiche das mit dem Betrag, den du durch Skonto abgibst. Oft ist die schnellere Zahlung den kleinen Nachlass wert – aber eben nicht immer.

Skonto, Rechnungen und der Überblick – mit fertiggemacht easy

Wenn du Skonto anbietest, brauchst du den Überblick: Wer hat innerhalb der Frist gezahlt – und wer nicht? Wer hat den Skontobetrag schon abgezogen? Genau hier hilft dir fertiggemacht: Du erstellst deine Rechnungen direkt in der App, behältst den Zahlungsstatus im Blick und musst nicht händisch nachrechnen, ob ein Kunde fristgerecht überwiesen hat.

So kannst du Skonto gezielt einsetzen, ohne dass es zu zusätzlichem Verwaltungsaufwand wird – und ohne dass du am Ende den Überblick verlierst, wer wie viel und wann bezahlt hat.

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