Vorkasse-Rechnung schreiben: So sicherst du dich als Selbstständiger ab
Vorkasse-Rechnung richtig schreiben: Was reingehört, wie du sie formulierst und wie du dich als Selbstständiger gegen Zahlungsausfälle absicherst.
Neuer Kunde, kein Vertrauensverhältnis, aber schon Material bestellt oder Stunden investiert? Dann kennst du das ungute Gefühl, in Vorleistung zu gehen und am Ende auf dein Geld zu warten – oder es nie zu sehen. Eine Vorkasse-Rechnung ist genau für solche Fälle gemacht: Du bekommst dein Geld, bevor du lieferst oder loslegst, und musst nicht hoffen, dass der Kunde nach Fertigstellung pünktlich zahlt.
Gerade als Selbstständiger ohne große Rücklagen ist das mehr als eine Formalität – es ist ein Stück finanzielle Sicherheit. Trotzdem schrecken viele davor zurück, weil sie nicht wissen, wie sie es ihrem Kunden kommunizieren sollen, ohne unprofessionell oder misstrauisch zu wirken. Dabei ist Vorkasse heute völlig normal – du musst es nur richtig machen.
Was gehört auf eine Vorkasse-Rechnung?
Eine Vorkasse-Rechnung ist rechtlich eine ganz normale Rechnung. Es gibt keine Sonderregeln, die das Format betreffen – die Pflichtangaben nach § 14 UStG gelten genauso wie bei jeder anderen Rechnung:
- Vollständiger Name und Anschrift von dir und deinem Kunden
- Steuernummer oder USt-IdNr.
- Rechnungsdatum und fortlaufende Rechnungsnummer
- Genaue Leistungsbeschreibung (was wird geliefert oder erbracht?)
- Nettobetrag, Umsatzsteuersatz und Bruttobetrag
- Bankverbindung
- Zahlungsfrist
Der einzige wichtige Unterschied: Mach unmissverständlich klar, dass es sich um eine Vorauszahlung handelt und dass die Leistung erst nach Zahlungseingang erfolgt. Ein Satz wie "Die Leistung wird nach Zahlungseingang der Gesamtsumme erbracht / das Material wird nach Eingang der Zahlung bestellt" reicht aus, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.
Wie formulierst du Vorkasse, ohne den Kunden zu verschrecken?
Das ist der Punkt, an dem die meisten unsicher sind. Die Lösung: Sei transparent, aber sachlich – nicht entschuldigend. Du musst dich nicht für deine Zahlungsbedingungen rechtfertigen.
So geht's konkret:
- Vereinbare Vorkasse schon im Angebot. Wenn der Kunde es schriftlich vor Auftragsbeginn sieht, ist es keine Überraschung mehr. Schreib einfach: "Zahlung: 100 % im Voraus nach Auftragsbestätigung."
- Begründe es kurz, wenn nötig. Bei Erstaufträgen, individuell gefertigten Produkten oder hohem Materialeinsatz ist Vorkasse branchenüblich – das darfst du auch so sagen.
- Biete bei Bedarf eine Alternative an. Eine 50/50-Teilung (Anzahlung + Restzahlung) wirkt für viele Kunden weniger abschreckend als 100 % Vorkasse und ist oft ein guter Kompromiss.
- Setz eine klare, realistische Zahlungsfrist. 7 Tage sind üblich. Zu kurze Fristen wirken gedrängt, zu lange verzögern deinen Auftragsstart unnötig.
Wichtig: Bei Verbrauchern (B2C) darfst du Vorkasse vereinbaren, solltest aber darauf achten, dass die Bedingungen vorher klar kommuniziert wurden – sonst drohen im Streitfall Diskussionen über überraschende Klauseln.
Wann ist Vorkasse sinnvoll – und wann eher nicht?
Vorkasse ist kein Standard, den du bei jedem Auftrag durchziehen solltest. Sie passt am besten in diese Situationen:
- Neukunden ohne Referenz oder Vertrauensbasis – gerade online gewonnene Aufträge
- Individuelle Anfertigungen, die du im Falle einer Absage nicht weiterverkaufen kannst
- Hoher Materialeinsatz, den du selbst vorfinanzieren müsstest
- Kleine Projekte und einmalige Aufträge, bei denen sich eine spätere Mahnung kaum lohnt
Bei langjährigen Stammkunden oder größeren Firmenkunden mit eigener Buchhaltung wirkt 100 % Vorkasse dagegen oft unangemessen – hier sind Anzahlung oder normales Zahlungsziel die bessere Wahl.
Schneller zur fertigen Vorkasse-Rechnung
Das größte Problem ist meist nicht die Rechtslage, sondern die Zeit: Eine Rechnung in Word oder Excel zusammenzubauen, die Pflichtangaben nicht zu vergessen und am Ende noch eine PDF zu erzeugen, dauert – vor allem wenn du es nicht jeden Tag machst.
Mit fertiggemacht geht das deutlich schneller: Du legst den Auftrag an, wählst "Vorkasse" oder einen individuellen Zahlungsmodus, und die App erstellt dir automatisch eine rechtssichere Rechnung mit allen Pflichtangaben – inklusive Hinweis auf die Vorauszahlung. Die fertige PDF kannst du direkt per WhatsApp oder E-Mail an den Kunden schicken, ganz ohne Umwege über Drucker oder Schreibprogramm.
Vorkasse ist kein Vertrauensbruch gegenüber deinem Kunden – es ist ein legitimes Mittel, dich als Selbstständiger vor Zahlungsausfällen zu schützen. Kommuniziere es klar, mach es zum festen Bestandteil deines Angebots, und nutze für die Umsetzung ein Tool, das dir die Formalitäten abnimmt. Schau dir fertiggemacht.de an – kostenlos nutzbar, für iPhone und Android.
Jetzt selbst ausprobieren
Angebote & Rechnungen in 60 Sekunden – kostenlos starten, keine Kreditkarte nötig.
Kostenlos starten